Ehemalige Synagoge
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Geschichte und Architektur

Architektonisch prägen das Krüppelwalmdach, die insgesamt acht Rundbogenfenster sowie der Rundbogen über der Tür mit hebräischen Schrift- und Zahlzeichen das Gebäude, dessen Bau 1832 vom bayerischen König Ludwigs I. genehmigt wurde.

Das Innere gliedert sich in einen Vor- und einen Hauptraum. Vom Vorraum führt eine Treppe zur Frauenempore, von der aus die Frauen hinter einem Vorhang dem Gottesdienst folgten. Im Hauptraum mussten mindestens zehn männliche Mitglieder der ehemaligen jüdischen Gemeinde anwesend sein, damit der Sabbat gefeiert werden konnte.

An der Anordnung der alten Sandsteinplatten am Boden ist heute noch der Standplatz des Altars (Almemor) zu erkennen. Auf diesen legte der Rabbi die Thora-Rollen, die er aus dem in der Ostwand eingefügten Schrein entnahm. An den beiden Längsseiten des Raumes verläuft jeweils ein Sims. Dort wurden zur Beleuchtung des Raumes die mitgebrachten Kerzen aufgestellt. Auffällig umfasst ein breites blaues Band in der Hohlkehle die gesamte Decke, was den Himmel symbolisieren soll.

Da die Synagoge wegen rückläufiger Anzahl der Bürger mosaischen Glaubens schon vor 1900 nicht mehr regelmäßig benutzt werden konnte, wurde sie 1909 an eine Schreinerei verkauft und als Lagerraum verwendet. Deshalb blieb sie in der Zeit der Nazi-Herrschaft unbehelligt.

Weitere Informationen erhalten Sie in der Chronik „Die Juden in Weisenheim am Berg und ihre Synagoge“ (Neuauflage 2014, Bestellung: hier klicken) und anläßlich von Führungen, die am "Tag des Offenen Denkmals" (2. Sonntag im September) und nach telefonischer Vereinbarung (hier klicken) angeboten werden.

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Förderkreis Ehemalige Synagoge Weisenheim am Berg e.V.